Dithering online

Dithering online verteilt wenige Farben so, dass ein Bild trotzdem Abstufungen zeigt. Vergleiche Fehlerdiffusion, geordnete Muster und Schwellenwert, stelle die Pixelgröße ein und speichere kostenlos ein lokal berechnetes PNG.

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Dieselbe Illustration mit Dithering in der PICO-8-Palette
Farbige Illustration mit einer schattierten orangefarbenen Kugel vor dem Dithering
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Einstellungen

Wie der Dithering-Effekt Zwischenfarben darstellt

Der Dithering-Effekt lässt sich mit dem Graustufenbeispiel nachvollziehen. Ein Schwarzweißbild kann einen Verlauf darstellen, obwohl es keine grauen Ausgabepixel enthält. Dafür werden schwarze und weiße Pixel in wechselnder Dichte verteilt. Aus normalem Betrachtungsabstand entsteht ein mittlerer Helligkeitseindruck. Die Anordnung macht einen großen Unterschied: Ein regelmäßiges Muster wirkt anders als verstreute Diffusionspunkte oder eine harte Trennkante. Entscheide deshalb nicht nur über die Farben, sondern auch darüber, wie deutlich ihre Verteilung sichtbar sein soll.

Zuerst wird die Vorlage entsprechend der Pixelgröße in Blöcke unterteilt. Jeder Block erhält eine gemittelte Farbe, danach werden Helligkeit, Kontrast und Gamma angewendet. Erst dann folgt die Zuordnung zur Palette. Transparente Quellstellen werden auf Weiß zusammengesetzt; das ausgegebene PNG ist deckend. Dieses Werkzeug reduziert Farben und bewahrt keine transparente Maske. Für eine Umwandlung von Alpha-Bedeckung in offene Punkte ist die gesonderte DTF-Funktion vorgesehen.

Bei Fehlerdiffusion wird die Abweichung zwischen der aktuellen Farbe und der gewählten Palettenfarbe an spätere Nachbarpixel weitergegeben. Ein Float32-Arbeitspuffer erhält dabei die Bruchteile der Fehlerwerte bis zur endgültigen Quantisierung. Der Farbvergleich verwendet 2ΔR² + 4ΔG² + 3ΔB² und gewichtet Grün damit stärker als Rot oder Blau. Das ist ein gewichteter RGB-Abstand, keine Umrechnung in einen wahrnehmungsorientierten Farbraum.

Schattierte Kugel vor und nach dem Dithering: Grautöne werden zu einem Muster aus schwarzen und weißen Pixeln

Dithering online in vier Schritten anwenden

Eine geeignete Vorlage laden

Wähle eine lokale Datei, ziehe sie auf die Bildfläche oder füge ein Bild aus der Zwischenablage ein. Die Graustufenkugel eignet sich zum Vergleich ruhiger Verläufe; die Farbkomposition zeigt Unterschiede zwischen Paletten. Die Eingabe ist auf 60 MB und 64 Megapixel nach dem Dekodieren begrenzt. Formate mit Animation werden hier als Einzelbild verarbeitet und nicht als bewegte Ausgabe gespeichert.

Die Palette vor dem Muster wählen

Beginne mit Schwarzweiß, vier Graustufen, Game Boy, CGA, PICO-8 oder Mac Classic. Alternativ kannst du zwei bis 16 eigene Farben wählen oder zwei bis 64 Farben automatisch gewinnen. Achte auf ausreichende Helligkeitsunterschiede. Eine Palette mit fast identischen Farben kann keinen breiten Tonumfang darstellen, selbst wenn das Verfahren viele Punkte verteilt. Die Ausgabe verwendet stets tatsächliche Paletteneinträge.

Verfahren unter gleichen Bedingungen vergleichen

Lass Pixelgröße und Palette zunächst unverändert und vergleiche Floyd–Steinberg, Atkinson sowie eine Bayer-Matrix. So bleiben die Unterschiede der Muster erkennbar. Ändere erst danach Tonwerte, falls wichtige Flächen zusammenfallen. Bei Fehlerdiffusion kannst du die Stärke reduzieren oder die wechselnde Zeilenrichtung abschalten. Die anderen Verfahren haben diese Einstellungen nicht, weil sie damit nicht arbeiten.

Die passende Pixelauflösung speichern

Für eine kleine Pixelgrafik exportierst du das verkleinerte Raster im Maßstab 1:1. Alternativ wird es ohne Glättung auf die Ausgabeabmessungen der Vorlage vergrößert. PNG erhält die erzeugten Farben ohne verlustbehaftete JPEG-Kompression. Kontrolliere die Dateigröße in Pixeln. Späteres weiches Skalieren kann zusätzliche Mischfarben erzeugen und die bewusst harten Blockkanten verändern, auch wenn der ursprüngliche Export korrekt war.

Dithering Tool: Algorithmen und Paletten einstellen

Im Dithering Tool bestimmt die Palette den verfügbaren Farbraum. Floyd–Steinberg verteilt den Fehler an vier Nachbarpositionen und ist die Voreinstellung. Atkinson berücksichtigt sechs Positionen, gibt aber nur drei Viertel des Fehlers weiter. Dadurch ändern sich häufig auch die Licht- und Schattenbereiche. Jarvis–Judice–Ninke und Stucki arbeiten über größere Umgebungen; Burkes verwendet zwei Zeilen. Sierra, Sierra Two-row und Sierra Lite ergänzen drei weitere Verteilungsmuster. Es sind unterschiedliche Rechenkerne und keine bloßen Stärkestufen eines einzigen Filters.

Die Diffusionsstärke reicht von null bis 100 Prozent. Bei null wird kein Fehler weitergereicht: Jeder Pixel erhält direkt die nächstgelegene Palettenfarbe. Die Schlangenabtastung kehrt die Richtung jeder zweiten Zeile um und spiegelt die Nachbarschaftsgewichte. Beide Optionen wirken ausschließlich auf Diffusionsverfahren. Bei Bayer, Schwellenwert und Zufallsrauschen werden sie ausgeblendet, damit keine wirkungslosen Einstellungen eine vermeintliche Kontrolle über das Ergebnis suggerieren.

Bayer 2×2, 4×4 und 8×8 nutzen rekursiv erzeugte Schwellenwertmatrizen. Kleine Matrizen wiederholen sich auffälliger, größere bieten mehr Positionen innerhalb eines wiederkehrenden Musters. Der Schwellenwertmodus fügt überhaupt kein Dithering hinzu. Zufallsrauschen verändert die Farbentscheidung mit einer reproduzierbaren Pseudozufallsfolge. Dadurch entsteht bei jeder Neuberechnung nicht automatisch ein völlig anderes Rauschen. Unabhängig vom Verfahren enthält das Ergebnis weiterhin ausschließlich die gewählten Palettenfarben.

Die automatische Palette entsteht per Median Cut aus einer Quellkopie mit höchstens 256 Pixeln an der langen Seite. Sie wird für das Bild und die gewünschte Farbzahl zwischengespeichert. Änderungen an Algorithmus, Helligkeit oder Diffusionsstärke behalten diese Farben bei. Eine neue Farbzahl löst eine passende neue Extraktion aus. Hat die Vorlage weniger unterschiedliche Farben, können weniger Einträge entstehen. Eigene Paletten erlauben direktes Auswählen, Hinzufügen und Entfernen innerhalb der Grenze von zwei bis 16 Farben.

Dithering-Effekt für Illustrationen und Pixelgrafiken

Kugel und Grauverlauf mit schwarzweißem Floyd–Steinberg-Dithering

Floyd–Steinberg-Dithering

Schwarzweiß, 3 px Pixelgröße, 100 % Fehlerdiffusion, wechselnde Scanrichtung.

Kugel mit hellen Lichtern und schwarzweißem Atkinson-Dithering

Atkinson-Dithering

Schwarzweiß, 3 px Pixelgröße, Diffusionsregler auf 100 %, wechselnde Scanrichtung.

Kugel und Grauverlauf mit regelmäßigem Bayer-Dithering-Muster

Bayer-8×8-Dithering

Schwarzweiß, 3 px Pixelgröße, geordnete Bayer-Matrix mit 8×8 Feldern.

Schattierte Kugel in vier Grüntönen durch Dithering mit der Game Boy-Palette

Game Boy-Palette

Schattierte Kugel, Floyd–Steinberg, vier Grüntöne, 4 px Pixelgröße, 100 % Fehlerdiffusion, wechselnde Scanrichtung.

Vergleiche den Dithering-Effekt verschiedener Verfahren zuerst bei gleicher Pixelgröße. Bei monochromen Illustrationen solltest du breite ruhige Flächen ebenso gründlich ansehen wie Konturen. Fehlerdiffusion kann einen mittleren Ton erhalten und dabei eine unruhige Struktur erzeugen. Der Schwellenwert liefert oft eine klare Silhouette, verliert aber weiche Schattierungen. Wähle entsprechend der Aufgabe: Soll der Tonverlauf nachvollziehbar bleiben, oder ist eine harte grafische Trennung wichtiger? Ein einzelner Algorithmus ist nicht für jedes Motiv die beste Wahl.

Für eine Anmutung älterer Spiele ist die Palette eine gestalterische Begrenzung, keine Hardwareemulation. Game Boy liefert vier Grüntöne, CGA eine ausgewählte Vierfarbpalette und PICO-8 sechzehn festgelegte Farben. Mac Classic verwendet Schwarzweiß. Bildschirmmaße, Sprite-Grenzen und Dateivorgaben einer Plattform werden nicht automatisch eingehalten. Prüfe diese Bedingungen separat, wenn du das Ergebnis tatsächlich in einem Spiel oder auf bestimmter Hardware einsetzen möchtest.

Für Pixel-Art-Studien vereinfacht eine größere Pixelgröße zuerst die Formen. Bei einer Vorlage von 1600×1200 Pixeln und Pixelgröße vier entsteht ein Raster von 400×300 Pixeln für den 1:1-Export. Nicht vollständig teilbare Bildränder bilden einen letzten, kleineren Quellblock. Bei der Rückvergrößerung werden die Rasterzellen per nächstem Nachbarn auf die Bildabmessungen abgebildet. Es folgt keine Glättung, die zusätzliche Farbabstufungen zwischen den Zellen erzeugt.

Bei farbreduzierten Motiven können zwei ursprünglich verschiedene Objekte auf denselben Paletteneintrag fallen. Versuche dann zuerst eine kontrastierende eigene Farbe oder die automatische Palette, statt ständig den Algorithmus zu wechseln. Sollen mehrere einzeln verarbeitete Bilder zusammenpassen, verwende dieselbe eigene Palette. Automatisch extrahierte Farben hängen von der jeweiligen Vorlage ab und gewährleisten keine einheitliche Farbauswahl über verschiedene Dateien hinweg.

Dithering Tool oder Desktop-Bildbearbeitung?

Das Dithering Tool liefert für die Weiterarbeit im Desktop-Editor eine statische Pixelgrafik. Photoshop bietet umfangreiche Bildkorrekturen und Abläufe mit indizierten Farben; Illustrator konzentriert sich auf Vektorzeichnung und Layout. Hier stehen der Vergleich von Quantisierungsverfahren, die Palettenwahl und ein pixelgenauer PNG-Export im Mittelpunkt. Vektorpfade und mehrschichtige Projektdateien werden nicht erzeugt. Nutze die fertige Pixelgrafik als Bestandteil einer größeren Gestaltung, wenn anschließend weitere Texte, Formen oder Masken gebraucht werden.

Ein kleiner 1:1-Export macht das Pixelraster ausdrücklich sichtbar und passt gut in entsprechende Zeichenprogramme. Ein Export in den Abmessungen der Vorlage passt einfacher in bestehende Layouts. In beiden Fällen solltest du nachträgliche glättende Größenänderungen vermeiden, wenn die genaue Palettenzugehörigkeit wichtig ist. Auch eine Bildschirmdarstellung bei ungeradem Zoom kann Pixel optisch vermischen. Prüfe das Raster deshalb bei einem ganzzahligen Vergrößerungsfaktor.

Die Vorschau nutzt höchstens 1000 Pixel an der langen Seite und startet nach einer Pause von 80 Millisekunden. Fehlerdiffusion hängt von ihrem Raster und vorherigen Farbentscheidungen ab. Die Vorschau ist deshalb eine Stilkontrolle, keine punktgenaue Vorwegnahme des Exports. Dieser wird aus der Vorlage neu berechnet. Bilder bleiben auf deinem Gerät; die angezeigte Zeit beschreibt nur den letzten Vorschau-Durchlauf und keine allgemeine Leistungsgarantie.

Fragen zu Dithering online

Lade ein Bild, wähle Palette und Dithering-Algorithmus und lade das Ergebnis als PNG herunter. Über die Pixelgröße bestimmst du, wie fein oder grob die Struktur wirkt. Vergleiche das Ergebnis vor dem Speichern mit dem Original. Im PNG stehen ausschließlich Farben der gewählten Palette; bei Schwarzweiß sind alle Pixel schwarz oder weiß, ohne graue Zwischenwerte.


Für weiche Fotoverläufe eignet sich Floyd–Steinberg, für klare Lichter Atkinson, für regelmäßige Muster Bayer und für harte Kanten Threshold. Atkinson verteilt drei Viertel des Fehlers und erzeugt stärkere Kontraste im Stil klassischer Macs. Bayer liefert ein gleichmäßiges Raster mit Retrocharakter. Threshold verzichtet auf Dithering. Vergleiche die Verfahren mit derselben Palette und Pixelgröße.


Atkinson reicht nur drei Viertel des Quantisierungsfehlers weiter. Floyd–Steinberg verteilt innerhalb seines Kerns den gesamten Fehler, abgesehen von Randverlusten. Dadurch unterscheiden sich nicht nur Punktpositionen, sondern auch Helligkeitsverläufe. Vergleiche beide bei derselben Palette und Pixelgröße, bevor du die Helligkeit gezielt an den gewünschten Stil anpasst.


Sie enthält zwei bis 16 Farben. Du kannst Einträge über Farbwähler ändern, hinzufügen oder entfernen. Der Vergleich mit der Bildfarbe verwendet gewichtete RGB-Abstände. Viele sehr ähnliche Farben machen die Darstellung nicht zwangsläufig besser. Eine sinnvolle Verteilung von Helligkeit und Farbton hilft häufig mehr als möglichst viele eng benachbarte Einträge.


Die Vorschau ist auf eine lange Seite von 1000 Pixeln begrenzt. Der Export berechnet das Verfahren erneut auf seinen Ausgabeabmessungen. Weil Fehlerdiffusion vom Raster und vorherigen Entscheidungen abhängt, verändern sich einzelne Punktpositionen mit der Auflösung. Wähle den Stil in der Vorschau und beurteile das endgültige Muster in der heruntergeladenen Datei.


Die Bildberechnung läuft im Browser, normalerweise in einem Worker. Falls dieser nicht nutzbar ist, arbeitet eine zeilenweise aufgeteilte Variante im Hauptthread. Statistische Ereignisse enthalten keine Bilddaten oder Dateinamen. Ein Beispieldownload lädt lediglich eine statische Datei der Website; das ist kein Upload deiner lokal ausgewählten Vorlage.


Dithering am Beispielbild kostenlos ausprobieren

Probiere Dithering online mit einer Beispielgrafik aus. Wähle die Palette, vergleiche eine Fehlerdiffusion mit einer regelmäßigen Matrix und entscheide dann zwischen kleinem 1:1-Raster und bildgroßem PNG. Bewahre die Vorlage auf und notiere besonders Palette und Pixelgröße, wenn mehrere Ergebnisse später eine einheitliche Gestaltung erhalten sollen.

Dithering online – kostenloses Dithering Tool